Deckungszusage

Was ist eine Deckungszusage?

Die Deckungszusage ist die verbindliche Erklärung eines Versicherers oder einer Bank, dass sie im Versicherungs- oder Kreditfall für bestimmte Kosten oder Risiken aufkommen.

Sie dient als Absicherung für Bauherren, Käufer, Mieter oder Investoren und findet vor allem in drei Bereichen Anwendung:

  1. Versicherungsschutz: Bestätigung der Versicherung für die Deckung eines Schadens.
  2. Baufinanzierung: Bestätigung der Bank, dass der Kredit gewährt wird.
  3. Mietkaution & Bürgschaften: Absicherung für Vermieter oder Bauunternehmen.

📌 Beispiel: Eine Bank erteilt eine Deckungszusage für ein Darlehen, sodass der Käufer sicher sein kann, dass die Finanzierung gesichert ist.


Wann ist eine Deckungszusage erforderlich?

Beim Immobilienkauf & Baufinanzierung → Sicherheit für Verkäufer & Käufer
Bei Bauprojekten → Versicherung gegen Schäden & Risiken
Bei Mietverhältnissen → Mietkautionsversicherung oder Bürgschaft
Bei Schadensfällen → Bestätigung der Kostenübernahme durch eine Versicherung

📌 Tipp: Ohne eine schriftliche Deckungszusage besteht keine verbindliche Garantie für Zahlungen!


Deckungszusage in der Baufinanzierung

🔹 Banken geben eine Deckungszusage für Kredite, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind.
🔹 Der Verkäufer kann sich darauf verlassen, dass der Käufer die Finanzierung gesichert hat.
🔹 Oft als Finanzierungsbestätigung oder Vorabzusage bekannt.

📌 Beispiel: Ein Immobilienkäufer benötigt eine Finanzierungsbestätigung der Bank, um beim Notartermin nachzuweisen, dass der Kaufpreis gezahlt werden kann.

Risiko: Eine widerrufliche Deckungszusage ist nicht verbindlich – Käufer sollten darauf achten, dass die Zusage unwiderruflich ist.


Deckungszusage in der Versicherung

📌 Anwendungsfälle:
Gebäudeversicherung → Versicherungsschutz für Neubauten
✅ Bauleistungsversicherung → Schutz vor unvorhersehbaren Bauschäden
✅ Haftpflichtversicherung → Absicherung für Bauherren und Unternehmer
✅ Wohngebäudeversicherung → Schutz gegen Brand, Wasser- oder Sturmschäden

📌 Beispiel: Eine Versicherung gibt eine Deckungszusage für eine Hausratversicherung, sodass Schäden im Brandfall übernommen werden.


Deckungszusage bei Mietverhältnissen

📌 Anwendungsfälle:
Mietkautionsversicherung → Bank oder Versicherung stellt eine Bürgschaft für die Mietkaution.
Gewerbemietvertrag → Absicherung gegen Mietausfälle.
Mietnomadenversicherung → Vermieter erhalten eine Zusage für Schäden durch zahlungsunfähige Mieter.

📌 Tipp: Eine Mietkautionsversicherung mit Deckungszusage kann eine Alternative zur Barkaution sein!


Wie erhält man eine Deckungszusage?

📌 Voraussetzungen:
🔹 Finanzielle Bonität prüfen lassen (bei Krediten).
🔹 Antrag mit allen relevanten Unterlagen stellen (bei Versicherungen oder Bürgschaften).
🔹 Vertragliche Bedingungen prüfen (Widerrufsklauseln vermeiden!).

Banken: Stellen eine Finanzierungszusage aus, oft nach Prüfung der Bonität.
Versicherungen: Geben eine schriftliche Bestätigung für den Versicherungsschutz.
Vermieter: Fordern oft eine schriftliche Zusage einer Kautionsbürgschaft.

📌 Wichtig: Eine Deckungszusage ist meist nur für einen begrenzten Zeitraum gültig!


Risiken & Nachteile einer Deckungszusage

Nicht bindend, wenn sie widerruflich ist → Besonders bei Banken ein Risiko!
Bedingungen sind oft unklar → Versicherungen können Nachweise fordern.
Deckung kann verweigert werden → Wenn falsche Angaben gemacht wurden.
Zusätzliche Gebühren möglich → Manche Bürgschaften & Finanzierungen kosten extra.

📌 Tipp: Immer das Kleingedruckte lesen, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden!


Fazit: Warum ist eine Deckungszusage wichtig?

Gibt Sicherheit bei Immobilienkäufen & Bauprojekten.
Schützt Bauherren, Käufer & Vermieter vor finanziellen Risiken.
Ist in vielen Fällen die Voraussetzung für einen Vertragsabschluss.
Sollte immer schriftlich & mit klaren Bedingungen vorliegen.

Nicht jede Deckungszusage ist verbindlich – immer auf Unwiderruflichkeit achten!